Dass sich die meisten Menschen sehr bewusst sind, dass der Klimawandel ein bedrohliches Problem ist, zeigt ein Blick auf die Rangliste der beliebtesten Namen für männliche Neugeborene. Ich glaube nämlich kaum, dass man bei der Wahl des Namens “Noah” nur an den Sohn von Boris Becker gedacht hat, sondern eher die leise Hoffnung trägt, dass wenn der Bub schon nicht die kalte Fusion oder ein Verfahren zur energiearmen Herstellung von e-fuels erfinden wird, dass er doch zumindest zum passablen Archenzimmerer gedeiht, sollte wirklich der ganze Rest schieflaufen.
Neben so ner Holzkiste mit Zoo würde ich ja für steigende Meeresspiegel auch einfach Peru in Betracht ziehen. Die haben einerseits ein paar Sechstausender und wissen andererseits recht gut, was man mit mehr Meer so anstellen kann. Ceviche zum Beispiel. Wenn das zu weit ist, dann geht auch die Bodega Lima. Hier fällt schon mal positiv auf, dass was hier Ceviche heißt auch Ceviche ist, während die restliche Gastronomielandschaft inzwischen wirklich jede Art von kalten Fisch so bezeichnet (RIP Sashimi). Klassisch gehalten überzeugt es nicht nur, weil man inzwischen fast nur noch sehr kreative Interpretationen des peruanischen Nationalgerichts bekommt und wird eigentlich nur vom sensationell knusprigen und weichen Chicharron (Schweinebauch) getoppt.
“Zwei von jeder Art” kann daher sowohl ein herrgöttlicher Befehl an Noah sein als auch meine Bestellung nach einem Blick auf die Gänge in der Bodega Lima.
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Ideal für: endlich mal wieder Ceviche wie früher
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