Der letzte schöne Tag. Das schönste Totschlagargument der Welt. Noch einmal raus weil vielleicht ists der letzte schöne Tag. Weils nicht mehr schön wird. Diese Woche, diesen Monat, dieses Jahr. Dieses Jahrhundert. Klimakatastrophe, 300 Grad im Schatten. Irgendwann ist schön auch zu schön. Oder weils der letzte Tag ist. Carpe diem. Yolo. Oder halt einfach nur ne Pandemie, die uns nicht mehr rauslässt. Vielleicht sogar ne globale. Der letzte schöne Tag. Vielleicht. Also noch einmal in den Biergarten. Hier. In Hamburg. Ja genau. Ich hätte schon bald selbst einen aufgemacht. Bin schon mit Google Maps die Stadt abgeflogen. 53°33’30.7″N 9°57’10.2″E, zu morbid. 53°33’56.7″N 9°58’13.0″E, zu urinig. 53°35’23.5″N 9°58’50.1″E, zu laut. Aber Biergärten kann man nicht bauen, Biergärten vererbt eine Stadt. Palmen aus Plastik gehen, aber nicht Kies und Kastanien. Sierichs Biergarten hat nur wenig Kies, dafür aber Kastanien. Und einen einmaligen Blick über den Stadtparksee. This could be us, but you hast das mit dem Biergarten nicht so ganz verstanden. Bratwurst, Craft Beer und n Burgertruck? Dabei sind die Brezn noch gar nicht mal schlecht. Jetzt einfach nur n Wurstsalat, Obazda, Radi. Kann man ja alles vorbereiten, musst nicht mal was anbraten. Dazu Maßkrüge, vielleicht n Helles, n Radler. All das, nur das und wir hätten so viele letzte schöne Tage zusammen.
Ideal für: Feierabendbier, einen schönen Tag, aber nicht den letzten schönen Tag




