Schlagwort: Seafood

  • Salt & Silver am Meer

    Salt & Silver am Meer

    Corona hat für die Digitalisierung gesorgt. Putin sorgt für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ich schätze mal, dass ein Kometeneinschlag für die Gleichberechtigung der Frauen sorgen wird. Aber fragt mich nicht wie, ich weiß es nicht, ich weiß nur eins: wir leben nicht gerade im Zeitalter der einfachen Kausalitäten. Der Flügelschlag eines Schmetterlings am Amazonas kann dafür sorgen dass hier irgendein Ingo Sonnenblumenöl in seinen Tank kippt. Nichts ist mehr einfach, nichts ergibt mehr auf den ersten Blick Sinn. Außer das hier: Salt and Silver am Meer. Jetzt erst merkt man, wie falsch sich die ganze restliche “Draußen nur Kännchen”-Gastronomie an der Nordsee anfühlt, jetzt erst merkt man, dass die Elbe nur ein mariner Zwischenschritt zur echten Meeresküste war. Leben werden vorwärts gelebt, aber rückwärts erzählt und das gilt wohl auch für das Leben einer gastronomischen Idee. Und auch wenn man sich sicher sein kann dass das nicht das letzte Venture von Salt and Silver ist, hat hier in Sankt Peter-Ording ein Konzept zu sich selbst gefunden. Strand aus Sand statt Palmen aus Plastik. Und dazu Zutaten aus der Region, auf einem riesigen Lavagrill zubereitet, eine Weinkarte, bei der man sich streitet wer zurückfahren muss aber vor allem: Seafood. Salz in der Nase, Salz auf der Haut, Salz auf der Zunge. Manche Dinge versteht man sofort.

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    Ideal für: Tagesausflug oder doch für immer da bleiben

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  • XO Seafoodbar

    XO Seafoodbar

    Besonders dämlich finde ich es ja immer wenn man Städte durch den Vergleich mit anderen Städten beschreibt. Vor allem weil die Umkehrung nie funktioniert. Niemand würde Paris als “das Bukarest des Westens” bezeichnen. Wenn man “Elbflorenz” weiter spinnt, müsste man Firenze als “Arnodresden” bezeichnen. Und höchst selten liest man von New York als “Hudsonfurt”, während “Mainhattan” in jeder hessischen Stadtmarketingbroschüre steht. Und wenn sich Vilnius als das “Jerusalem des Nordens bezeichnen” weiß ich eh gar nicht mehr was ich fühlen soll. Nicht nur der Mensch, auch Städte tanzen einen Flamenco zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung, in dem man mal ganz eng, mal ganz fern voneinander ist und auch immer mal wieder stolpert. Getrieben von dem Wunsch, sich etwas mehr Flair zu verleihen als es einem bisher zugestanden wird. Im XO klappt das seit letztem Jahr allerdings ziemlich gut. Recht viel mehr Piazza wird man in Norddeutschland nicht hinbekommen. Und während im letzten Jahr kurz nach der Eröffnung einige Gerichte gut und nur ein paar extraordinary waren, ist inzwischen jeder einzelne Gang ohne Ausnahme ein Seafood Erweckungserlebnis. Also: italienisches Piazzaflair mit skandinavischer Seafoodbarkulinarik – dann verleihe ich hiermit, falls ihn irgendwer unbedingt nutzen möchte, den folgenden Titel: Das XO ist das Mailand-Kopenhagen Hamburgs.

    Ideal für: Essen, sehen und gesehen werden

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