Dieser Körper ist ein Gefängnis. Meine Artgenossen springen von Sims zu Sims, liefen über heiße Blechdächer und tanzten über die Bühnen der Musicaltheater. Aber ich bin hier, in die Unbeweglichkeit verdammt. Die Augen starr geradeaus, die Hinterläufe mit dem Unterkörper vollends verschmolzen, den rechten Arm wie angeklebt angelegt. Nur die linke Pfote, diese verfluchte linke Pfote ist das letzte Zeichen meiner Lebendigkeit. Ein letzter Rest Würde, ein letzter Rest Bewegung. Der letzte Weg um mich der Welt mitzuteilen. Und dann ist alles, was ich machen kann: auf und ab, auf und ab, auf und ab, auf und ab, auf und ab. Winke, winke. Bye, bye, bye, bye. Machts gut, machts gut, machts gut. Das Universum ließ mir nicht mal mehr ein Wort, nur noch ein Geste, eine einzige unmissverständliche Geste, eine einfache Botschaft, die ich den Anderen mitgeben kann und sie lautet: geht!
Nur eine halbe Drehung würde reichen und ich könnte sie heranwinken, könnte sagen: “Kommt her, leistet mir Gesellschaft. Tretet ein, labt euch. Erlebt die Freuden die mir nicht mehr zugestanden werden. Esst die hervorragenden Gyozas, das knusprig-sabschige Korean Fried Chicken, die Ramen mit wunderbaren Biss. Trinkt, esst, streitet, küsst, tanzt, schlagt euch!” Nur eine kleine Drehung der Pfote, und die Welt würde mich endlich verstehen.
Wieviel Leben haben Winkekatzen, und wann ist dieses endlich vorbei?
Ideal für: Weeknight Dinner



















