Kategorie: Vegetarisch/Vegan

  • Maquis

    Maquis

    Kurt Cobain in allen Ehren, aber ich konnte dann am Ende doch mehr mit den Foo Fighters anfangen als mit Nirvana. Und das Solowerk von Robbie Williams überstrahlt meiner Meinung nach das Oueuvre von Take That. Und, der vielen Teenie-Tränen bei der One-Direction Trennung zum Trotz: Harry Styles ist halt als ein Eintel doch mehr als als ein Fünftel.

    Dem Anfang von allem wohnt ein Zauber inne, aber damit es den Anfang überhaupt geben kann, muss es irgendwo auch erst mal ein Ende geben.

    Insofern ist es eigentlich immer ganz gut, wenn in einem deiner Lieblingsläden jemand in den Sack haut, einen Teil des Spirits mitnimmt und daraus etwas Neues erschafft. Noch besser ist es natürlich, wenn es das Original-Restaurant dann auch weiterhin gibt.

    So wie beim Maquis, das sich aus dem Dunstkreis des Bistrot Vienna gebildet hat. Und so erkennt man als Vienna Ultra auch einiges emotional wieder. Die herzliche, familiäre Stimmung, die Bistrotypisch überschaubare Karte und auch der unverstellte Blick in die geschäftige Küche. Ein paar Dinge sind aber zum Glück auch anders: das rein vegetarische Angebot und die ganze Anmutung des Ladens, der mit seinem modernen Industrial-Charme und der etwas versteckten Location fast mehr nach Berlin als nach Hamburg passen würde.

    Zu unrecht noch bei zu wenig Leuten auf dem Schirm, aber naja, dem Drummer von Nirvana hat man ja am Anfang auch nicht viel zugetraut.

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    Ideal für: Alle, die das Vienna lieben, aber vor allem für Vegetarier, die das Vienna lieben.

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  • Kkokki loves vegan

    Kkokki loves vegan

    Kkokki loves vegan. Na das ist ja schön für Kkokki aber was ist mit mir? Und allen anderen? Man hat ja wohl kaum so einen riesigen Laden gebaut, damit Kkokki glücklich ist. “Ja hallo liebe Sparkasse, ich brauche einen Kredit für ein koreanisches Restaurant, Zielgruppe ist eine Person, vielleicht noch ein bisschen Laufkundschaft, zahle dann auch in 200 Jahren zurück.”  Oder braucht man heutzutage eine erklärende Unterzeile? Kkokki loves vegan, XO mag Fisch, Vienna schön eng, Nikkei Nine vielleicht triffst du Sylvie Meis. “Loves vegan“, das ist ja eigentlich, wenn man nachdenkt, grundsätzlich schon mal quatsch, genauso wie “ich esse gerne asiatisch”. Wer sagt denn, dass was gut ist, nur weil es vegan ist? (Oder asiatisch?) Ich hab mal bei einem Konzert Backstage eine fürchterlich geschmacklose Pasta gegessen, liebt Kkokki die jetzt auch, weil sie vegan war? Ich zweifle daran. Also Kkokki, wer bist du? Was magst du? Warum die vielen Ks? Ist die Liebe zum Veganismus eine dieser Hollywoodlieben, geprägt von Glücksmomenten wie von Erschütterungen oder ist sie eher zu vergleichen mit der relativ unimpulsiven Liebe zu einem Haustier? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins, oder vermute es zumindest: Kkokki loves Korean Fried Chicken. Aber Kkokki loves eben auch Chicken, und zwar so sehr dass sie möchte dass diese noch weiter leben. Das vegane Korean Fried Chicken hier schafft diesen vermeintlichen Spagat tatsächlich ziemlich gut, aus Tofu noch ein wenig mehr als aus Blumenkohl. Die Hühnchenkonsistenz überzeugt allerdings noch etwas mehr als der Hühnchengeschmack. Trotzdem eine ziemlich gute Alternative zu “echtem” Fried Chicken, vor allem wenn man bedenkt dass vermutlich 99,9% aller Fried Chicken aus Fleisch aus der Haltungsform “Vorhölle” besteht. Von daher: Guide Pelzenstein likes Kkokki. Auch wenn sie sich ein bisschen mehr Zeit beim servieren lassen könnten. Aber wer weiß, vielleicht war ja Kkokki schon unterwegs und hat den Platz gebraucht.

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    Ideal für: Fried Chicken Bisse ohne Gewissensbisse

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  • Cookies Cream

    Cookies Cream

    Der Pinsel der Erinnerung malt gülden. Nur was Juristisches angeht stimmt das nicht so ganz. Denn Justitia greift nämlich auf ihren Schreibtisch eher in eine andere Schublade und macht immer mal wieder vom Radiergummi der Erinnerung gebrauch. Hier ein bisschen rubbeln, da ein bisschen radieren, bis irgendwann nichts mehr übrig bleibt außer unbrauchbare Fetzen, die gedankenlos vom Tisch gefegt werden können. Verjährung, ist ja eigentlich eher was für Steuerhinterzieher. Allerdings hoffe ich dass mein Verstoß gegen die “no photos”-policy” des Cookies nach eineinhalb Jahren jetzt auch langsam verloren sein wird in der Zeit, wie Tränen im Regen. Und gleichzeitig kann man doch jetzt, wo ich eh auf throwbacks angewiesen bin, doch mal ein ganz interessantes Experiment starten: welche Schmierereien hinterlässt denn der sogenannte Pinsel überhaupt, so gute 18 Monate später? Einmal das ausgezeichnete Wassermelonensashimi, das von der Konsistenz wirklich sehr an Lachs erinnert hat. Dann der Hauptgang, bei dem mich leider das Gefühl nie los ließ, dass man mit der kubischen Aubergine versucht hat ein Stück Fleisch zu ersetzen. Und dann der grandiose Tomatentee, eine Art klare Tomatenbrühe. Da hat der Pinsel nicht nur golden gemalen, das wurde mir regelrecht ins Hirn eingraviert, so oft hab ich den Geschmack noch präsent. Das Cookies ist übrigens vegetarisch (oder vegan?) aber das ist die ganze Zeit ziemlich angenehm undogmatisch egal. Also sorry @cookiescreamberlin, dass ich euch so sneaky hintergangen hab. Justitia ist vielleicht blind, aber der Rest brauch halt Content für Insta.

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    Ideal für: hippes Berliner Hinterhof-Geheimtipp-Feeling beim Reingehen, Dinner mit Vegetariern und nicht-Vegetariern