Kabul Bäckerei

“Jens Friebe wuchs als Sohn eines Steuerprüfers in Lüdenscheid auf”.

Da, da war er! Der langweiligste Satz, der jemals ins Internet geschrieben wurde.

Dieses spektakuläre Meisterwerk der lyrischen Tristesse liegt da einfach so weitgehend unbeachtet auf Wikipedia rum, um nichtsahnenden Usern den Blutdruck spontan auf Sekundenschlaf zu senken. Um da wieder rauszukommen, braucht es schon schwere Geschöpfe vom anderen Ende der Skala, zum Beispiel ein “Wir müssen reden.” von der Lebenspartnerin, ein “Hast du mal nen Moment?” am Monatsende vom Chef oder, was bei mir sensationell gut funktioniert hat, eine kurze Nachricht, die da lautete: “Wir fahren zum Frühstück in die Kabul Bäckerei nach Harburg.”

Schon klar, dass das ganz geiler wird als die Backfactory, aber dass es so, entschuldigt den haramen Ausdruck, saugeil wird, hätte man jetzt auch nicht denken können.

Bolani, spinatgefüllte Fladenbrote, sensationelle Sambosas mit würziger Rinderhackfleisch oder Hähnchenfüllung und Dugh, ein leicht säuerliches, Ayran-ähnliches Joghurtgetränk mit Gewürzen sorgen dafür, dass ich bei Kabul in Zukunft nicht mehr sofort an die Tagesschau denke, sondern an köstliche Teigtaschen.

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Ideal für: kleinen Samstagsausflug

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