Bitte nicht falsch verstehen, ich will mein Kind jetzt nicht Adolf taufen. Aber neben gewissen Landratsposten sollten wir auch gewisse Begriffe nicht den Rechten überlassen. Heimat, zum Beispiel.
Und das wird auch mal Zeit. Eines der einzigartigsten deutschen Wörter steht heutzutage in vielen Teilen der Bevölkerunge ja eher für Flächenversiegelung durch Carports oder für hinterländische Safe Spaces, in denen man ohne schief beäugt zu werden Unmengen an Billigwürstchen grillen und dabei rassistische Dinge sagen darf.
Gut, dass das Heimatjuwel diesen Begriff etwas anders definiert: Nämlich Heimat durch Regionalität. Und Heimatschutz nicht im Sinne der amerikanischen Stasibehörde, sondern durch eine sehr grüne und sehr saisonale Küche.
Dass beim Thema Heimat auch Tabouleh ihren Platz hat, kann man ja gerne als politischen Kommentar interpretieren.
Im Heimatjuwel denkt man aber fast unweigerlich noch über ein ähnliches Thema wie Heimat und Regionalität nach: warum es eigentlich so selten ist, dass ein Fine-Dining-Restaurant mit Menüfolge mal nicht in einem der zwei, drei üblichen Stadtteile beheimatet ist.
Warum alle immer nach St. Pauli schwirren und derartige Restaurants es in Wohnstadtteilen wie Eimsbüttel und Barmbek traditionell schwer haben.
Das Gute ist manchmal ganz nah. Das hat die Küche des Heimatjuwel schon verstanden. Jetzt sind wir Gäste an der Reihe.
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Ideal für: Weeknight Dinner, aber n bisschen besonders
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