Tomaten mit so nem Zeug drunter, so ne Art Mus, wie Hummus, aber irgendwie anders. Ein Eis ist auch dabei, aber kein Nachspeiseneis. Dann vermutlich ne Zucchini, auf jeden Fall ne Zucchini, einmal ein richtiger Brocken und dann einmal ganz dünn, mit so schwarzem Zeug drübergestreuselt. Krokant vermutlich, aus irgendwas was man auch noch durchschmeckt. Dann Saibling auf dem ein frittiertes Salatblatt liegt mit ner Hollandaise? Bernaise? Dazu ne Polenta, die aber nicht nach Polenta schmeckt und ne rote Limette, die man essen kann. Und n Zwetschgenküchlein mit Eis und … ist das das Mus vom Anfang? Ne, schmeckt anders.
Man kann dem Marta nicht so richtig viel vorwerfen, aber vielleicht diese eine Sache: Das einem das (sehr sympathische) Personal beim servieren nicht so wirklich die Gerichte erklärt. Das wäre nicht so schlimm wenn Schnitzel mit Pommes aufgetischt werden würden, das bekommt man dann auch noch mit eigenen Augen und dem Synapsenhaufen, der einem zwischen den Ohren hängt, hin. Bei den durchaus raffinierten regionalen Gerichten die hier serviert werden fühlt man sich aber wenn man mit der Interpretation allein gelassen wird dann doch recht schnell wie in einem Escape Room. Irgendwann hat man dann herausgefunden, dass man das eine Buch aus dem Regal herausziehen muss, der Schlüssel unter dem Waschbecken klebt, der Hummus eigentlich ein Sonnenblumenkernenmus war, das Krokant aus Sesam und der Gärtner natürlich der Mörder. Am Ende freut man sich über ein außergewöhnliches Menü (auch wenn manche Gerichte vielleicht ein Element zu viel haben), die warme Atmosphäre des ganzen Ladens – und darüber, dass auf Weinen Etiketten kleben. Das macht es für uns alle einfacher.
Ideal für: lockeres Fine Dining










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