Als Jesus Wasser zu Wein gemacht hat, zu welchem denn eigentlich? Riesling, Merlot, Shiraz? War die Scheurebe gerade in? Oder gönnte er sich und seinen Gästen einen schönen Rosé? Die Aufzeichnungen dazu sind leider etwas bruchstückhaft. Was man aber sicher sagen kann: im Vineyard hätte er nicht wirklich was zu tun. Wein gibt es hier nämlich genug, da muss nichts mehr verwandelt werden. Tagsüber normaler Weinladen verwandelt sich die große Halle abends in eine Weinbar, in der für ein geringes Korkgeld alle Flaschen bestellt und getrunken werden können. Wer normale Gastromargen kennt, weiß: hier trinkt man tolle Weine, für die man in anderen Läden ein gutes Stück mehr zahlen würde. Und das glücklicherweise immer recht bodenständig ohne Sommelier-Chi-Chi. Heißt hier kann man auch her wenn man Muskateller für das Zeug hält, das man in den Kartoffelbrei reibt. Apropos Kartoffelbrei: es gibt natürlich auch etwas zum Essen. Flammkuchen, Abendbrotbretter, Bar-Food Etageren – alles sehr solide ohne großes Spektakel, aber doch so gut dass man häufig hintereinander herkommen kann. Und das muss man auch, denn die über 50-seitige Weinkarte trinkt sich ja wohl nicht von alleine. Also hin da, besonders im Sommer wenn man vor dem Vineyard draußen sitzen kann und der eigentlich schmucklose Hinterhof überraschenden Charme entfaltet. Und sagt dem langhaarigen Typen mit den Latschen bei uns am Tisch er braucht sich nicht an der Wasserflasche verausgaben, wir haben grad noch nen Philipp Kuhn bestellt.
Ideal für: Weinliebhaber (duh!), größere Gruppen, Sommerabende, spontane Abende (man bekommt meistens ohne Reservierung einen Platz)







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