The Ramen

Der Kapitalismus ist kein Überraschungsei. Ein Beispiel: Egal welche Stadt man besucht, man kann sich immer sicher sein, dass man in der Fußgängerzone die gleichen Klamottenläden wie zuhause findet. Das Konkurrenzsystem der Planwirtschaft zeigt sich nirgendwo so durchgeplant wie in den von Kaufhof, C&A, Zara, H&M und etc. besetzten Einkaufsboulevards. Aber möchte man beim shoppen überhaupt übermäßig überrascht werden? Man geht ja nicht als Anthrazit-Anzugträger in die Mönkebergstraße und expresst plötzlich seine Individuality mit einem neuen Batikponcho. Ne, meistens wird der eigen Konformismus einfach nur ein bisschen upgedatet und eventuell holt man sich noch ne Bubblebathbomb bei Lush. Insofern passt das “The Ramen” ganz gut in die Ecke. Gute, aber auch nicht sonderlich überraschende Ramen in einem durchaus netten kleinen Laden. Kann man machen, muss man aber auch nicht extra für hinfahren. Aber natürlich bei weitem nicht so mittelmäßig wie der Vapaino um die Ecke oder die Filme, die man finanzieren würde, wenn man eine Straße weiter ins “Barefood Deli” von Til Schweiger gehen würde.

Ideal für: Mittagspause, Shoppingpause

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