Eventuell isst der Mensch am Ende doch nur aus Hass, aus dem tiefen Wunsch heraus das Lebensmittel durch den Verzehr zu vernichten und verschwinden zu lassen. Anders kann ich es mir auch einfach nicht erklären, warum vor vielen Jahrhunderten mal ein Asiate schwimmen gegangen ist und sich dann dachte: “Das Zeug das mir da so eklig am Bein klebt, das koch ich jetzt mal aus und mach mir ne schöne Suppe draus.” Seien wir aber mal dankbar, denn die Kombu Alge ist ja der Hauptlieferant für die wunderbare Geschmacksrichtung Umami, die wir Europäer bis vor ein paar Jahrzehnten nur unter den Namen “mach da mal noch n bisschen Maggi drauf” kannten. Wobei ich mir bei der Ramen Station Takumi nicht so ganz sicher bin, ob das Gschmäckle wirklich von ausgekochten Seetang kommt, oder eher noch vom Vormieter. Das war nämlich das Käsefondue-Restaurant Schweizweit, und was da nach Monaten von vor sich hindampfenden Gruyère noch an Umami in den Wänden hängen muss, da schmeckt am Ende vermutlich auch n stilles Wasser vollmundig. Woher es auch immer kommt, die Ramen sind wirklich außergewöhnlich gut, die Nudeln haben Biss und es gibt neben den Klassikern die man fast überall findet auch etwas überraschendere Varianten wie zum Beispiel mit Muscheln. Nur die Karaage waren etwas fett. Ich frag mal kurz ob das Schweizweit noch ne Flasche Kirschwasser hat stehen lassen.
Ideal für: Weeknight Dinner







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