Marc Fosh

Es gibt ja nichts nervigeres als Menschen die einem erzählen, dass Mallorca ja viel mehr ist als der Ballermann. Dass es da so tolle Weingüter gibt und die Insel ja so abwechslungsreich ist. Dass man da super Sport machen und entspannen kann. Menschen die eben so tun als wenn der Grund eines jeden Mallorcaurlaubs nicht am Ende doch der Abgrund ist, dem man sich in der Schinkenstraße entgegentrinkt. Ich bin leider einer von diesen Menschen. Denn obwohl ich ein Foie Gras von ner Leberwurst unterscheiden kann, bin ich tief im Herzen halt doch ein schöner Assi und die Vorstellung, an einem Abend 20 Cerveza in Bierkönig zu exen und Arm in Arm mit der Reservemannschaft der dritte Herren des SG Aumund-Vegesack lauthals der kompletten Diskografie von “Flippi & Mütze” zu huldigen ruft bei mir eben nicht so viel Abscheu hervor wie es eigentlich sollte. Aber zähneknirschend muss ich jetzt doch den ärgerlichen Allgemeinplatz wiedergeben: Es gibt noch andere Seiten der Insel. Zum Beispiel das “Marc Fosh”, das nach seinem Chefkoch Marc Fosh benannt ist. (Oder vielleicht wars ja auch anders herum?) Das mit einem Stern ausgezeichnete Restaurant serviert lokal inspirierte Küche und ist eines der besten Sternerestaurants in dem ich bisher war. Die beiden Degustationsmenüs sind überraschend, ohne abgehoben zu sein, das vegetarische ist sogar noch einen Tick besonderer als das mit Fleisch und verglichen mit deutschen Restaurants diesen Niveaus sind die Preise wesentlich niedriger. Nicht nur deshalb ein idealer Ort, wenn man mal in die Welt der Sterneküche eintauchen will. Also mal dazwischenschieben beim Nächsten Malleurlaub, danach kann man immer noch zu Mia Julia in den Megapark. Und vielleicht denkt man ja dann bei “Einen Stern, der deinen Namen trägt” ab da immer auch ein bisschen an Marc Fosh.

Ideal für: Sterneküche kennenlernen

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