100/200 Grundkiste

“If you wish to make an apple pie from scratch, you must first invent the universe”. Wenige Gedankenspiele wie dieses von Carl Sagan zeigen uns wie wichtig Lieferanten sind. Bevors nen Apfelkuchen gibt, muss sich jemand darum kümmern dass es nen Apfel gibt. Bevors nen Apfel gibt, musste sich jemand darum kümmern, dass es einen Apfelbaum gibt. Bevors einen Apfelbaum gibt, musste irgendwer oder irgendwas eine Erde zusammenschustern, auf dem das Ding wachsen kann. Und bevors ne Erde gibt, muss sich halt irgendeine Entität oder irgendein urphysikalischer Vorgang darum kümmern, dass es ein Universum gibt, im dem die Erde rumschwirren kann. So gesehen dauert der Prozess der Lebensmittelbeschaffung quasi Jahrmilliarden und das Zubereiten der Köche, auch wenn sie sich stellar angehaucht mit Sternen schmücken, ist in kosmischen Zeit- und Maßstäben in Wahrheit ein nahezu unwichtiger Wimpernschlag. Also lassen wir sie (vielleicht auch Coronabedingt) einfach raus und holen uns die Grundkiste vom 100/200, in der Thomas Imbusch feinste Ware seiner Zulieferer und eigene Gerichte versammelt. Für 7 Tage gibt es jeden Abend eine Mahlzeit, manche Sachen muss man sich einfach nur warm machen (fermentierter Beeteeintopf), manche benötigen ein paar einfache Zubereitungsschritte (Roggenrisotto), mal ist es einfach eine Brotzeit. Wobei “einfach” hier nicht stimmt, die Produkte sind großartig und hochwertig, Räucherforelle, Käse, Wurstwaren, Saibling, Rosé-Sekt, Gin-Proben, Quarkbutter, Odefey Hühnerbrust etc. – man hat fast das Gefühl bei 100 Euro pro Person hat man den Laden etwas über den Tisch gezogen. Zwei Laib Brot sind auch dabei, auch die natürlich ausgezeichnet. Aber irgendwie dann ja auch kein Wunder, wir wissen ja dank Carl Sagan, dass auch die 13,8 Milliarden Jahre gebraucht haben bis sie endlich mal fertig waren.

Ideal für: Pandemiebedingte Quarantänesituationen .

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar